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Wilkommen in der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft

Aktuelles

Hier finden sie die neuesten Bestimmungen und Schutzkonzepte zur Corona-Pandemie.

Impulse und Videos

Artikel zu Veranstaltungen, absolut lesenswert!

Bitte beachten! Gültig ab 24. November 2021!


Es gilt die 3 G Regel

(geimpft – genesen – getestet und permanente Maskenpflicht

PoC-Antigen-Test (Schnelltest) oder PCR-Test [nicht älter als 24 Stunden]

kein Selbsttest – außer Jugendliche von 12-17 Jahre unter Aufsicht])

  1. Impfnachweis oder Test vorzeigen
  2. Kontaktdaten abgeben oder eintragen
  3. Platz einnehmen und Abstand halten
  • gesperrte Bankreihen freilassen

Rechtsgrundlage:

Coronabekämpfungsverordnung des Landes RLP und Schutzkonzept des Bistums Trier in der aktuellen Fassung


Zur weiteren Beachtung an den Weihnachtstagen!

Am 24. 25. und 26. Dezember gilt die 2G- Regel

(geimpft und genesen).

Es werden an den Tagen jeweils ein Gottesdienst mit 3G Regel angeboten. Weitere Informationen entnehmen sie bitte aus dem Pfarrbrief.

Impulse und Videos

Unwille

Und wieder einmal ist Advent. Und wieder einmal ist der Advent gespickt mit Unsicherheit, Beschränkung, Unwillen und der Sehnsucht nach Kontakt. Was mich am meisten bedrückt ist der Unwille von vielen Menschen. Dabei hat sich doch das, worauf es ankommt, nicht geändert. Fakt ist, dass dieser Virus sich nicht so einfach kleinkriegen lässt. Fakt ist, dass es Menschen gibt, die Angst vor diesem Virus haben, obwohl sie geimpft sind. Und genau deshalb geht es hier doch um den Schutz der Menschen, die uns nahestehen und derer, die gefährdet sind. Natürlich ist es ärgerlich: „Jetzt haben wir uns impfen lassen und müssen uns trotzdem einschränken, Masken tragen, Boostern, Abstand halten und und und…“. Es geht da um die Freiheit, wieder das tun zu dürfen, was man mag, was man „gewohnt“ ist. Doch wenn ich ehrlich bin: Ich freue mich viel mehr darauf, dass an Weihnachten die Familie wieder zusammenkommen darf und meine Tochter nicht um acht Uhr am Heiligen Abend wieder fahren muss, weil um Neun die Ausgangssperre gilt…

Und selbstverständlich könnte man jetzt sagen: Lasst euch doch bitte impfen, die es noch nicht getan haben, aber darauf möchte ich nicht eingehen, denn ich denke, jeder hat seine eigenen, ganz privaten Gründe dies nicht zu wollen.

Unwille bringt uns nicht weiter, sondern nur: Rücksichtnahme, Solidarität und noch mehr Geduld. Wir haben schon so viel geschafft – wir schaffen auch noch das, davon bin ich überzeugt.

Bleiben sie gesund!

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Mutlos

„Welchen Sinn hat es noch ohne sie?“ war die Frage eines älteren Herren bei einem Treffen auf dem Friedhof. „Wir waren über 50 Jahre verheiratet und immer zusammen, jetzt ist sie weg und ich bin allein.“ Der Mann hat keine Kinder, keine Verwandten, seine Frau war alles, was er hatte, was er brauchte. Ich höre ihm zu – viel sagen kann ich nicht, aber das Zuhören, sagt er mir später, war Trost. Trauer zulassen… Den Weg der Trauer gehen – und irgendwann wieder Mut schöpfen. Wir haben noch zusammen vor dem Grab gebetet. Trost spenden und wissen, dass bei Gott alles seinen Platz und seine Zeit hat.

„Ich möchte, dass es wieder so wird wie es mal war!“ war die Aussage einer älteren Dame von fast 90 in Walporzheim – die Mutter einer Freundin von mir. Ihre untere Etage muss entkernt werden. Sie weigert sich, aus dem Haus zu gehen – ihr Zuhause. Ich verstehe das. Die Familie nimmt viel Rücksicht, sie entkernen Zimmer für Zimmer. Bald kann die Küche wieder renoviert werden. „Sie soll genauso aussehen wie sie war!“ Bei einer Küche, die aus den 60er Jahren stammt keine leichte Aufgabe. Es wird nicht mehr so wie es mal war…

Trauerarbeit. Betroffenheit. Ein Weg, der gegangen werden muss. Es erfordert Mut. Mut, aus dem Gewohnten herauszutreten, das Neue wagen, Neugierig sein wie es wohl wird, sich einlassen. Mut haben über diese Schwelle zu gehen – ich verstehe diese beiden Personen, die hinter dieser Schwelle bleiben wollen und sich das Gewohnte, Sichere, erhalten wollen. Doch leider bleiben die Uhren nicht stehen wenn etwas Schlimmes passiert. Gut, wenn es Menschen gibt, die dann da sind, Trost geben und helfen.

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Der Winter kommt

Als ich heute Morgen in die Grafschaft in mein Büro fuhr, kamen mir zwei Gedanken: Der erste: Hurra, mein Büro wartet beheizt und warm auf mich, ein Highlight dass man in Ahrweiler gerade nicht überall genießen kann. Und der zweite war: Es wird wieder kälter, Corona wütet um uns herum und es ist wieder mal alles nicht sicher – was findet statt, was nicht, lohnt es sich, Aufwand zu betreiben, zu organisieren, oder wird uns dieser Virus wieder einen Strich durch die Rechnung machen?

Der Winter kommt. Die Zeit, in der wir uns in unsere behaglichen Wohnungen zurückziehen, es uns auf der Couch gemütlich machen und … ja und!? Was ist, wenn die Menschen keine behagliche Wohnung mehr haben? Wenn die Menschen bei anderen Menschen untergebracht sind und es für alle Beteiligten (Betroffenen) so ist, dass es zwar schön ist, dass man ein Dach über dem Kopf hat, aber zu Hause? Intimsphäre? Und da rede ich jetzt auch von den Menschen, die andere aufnehmen. Das „Gewohnte“ ist heute anders.

Und noch ein Gedanke: Der Winter kommt, Corona wütet, wir müssten Abstand halten, aber im Ahrtal und in der Grafschaft sind die Menschen enger zusammengerückt, auch die Schulen. Der Winter kommt und es wird anders im Advent und Weihnachten, im Winter. Menschen wohnen zusammen – Menschen feiern zusammen – Kinder lernen zusammen. Danke an alle! Der Winter kommt – aber es gibt Wärme in den Herzen der Menschen, die helfen, andere aufgenommen haben und zusammenrücken!

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

St. Martin - teilen

Was brauchst du? Was wird benötigt? Was kann ich noch tun? Seit dem 15. Juli morgens kommen diese Fragen von Verwandten, Freunden und auch Unbekannten. Das ging los mit Geräten um den Schlamm und Müll wegzufahren, mit Besen und Schaufeln, Lebensmittel (einem warmen Essen) und Wasser und heute, 4 Monate später: Baumaterial, Trockner, Strom und eine warme Wohnung. Viele haben selbstlos geholfen und tun es heute noch. Danke!

Was brauchst du? Heute sind es auch: Gespräche, mal essen gehen, sich wieder mal „ausgehfein“ machen, etwas entspannen… auch das tut man nicht allein, auch da gibt es Menschen, die das mit einem teilen. Die „spirituellen Auszeiten“ in der Grafschaft sind für mich so etwas, was ich brauche. Da sein vor Gott, überlegen, was im Leben zählt und: Es mit anderen teilen. Nochmal herzliche Einladung!

Ganz so wie es in meinem Lieblings - Martins - Lied heißt: „Ein bisschen so wie Martin, möcht ich manchmal sein…nur ein bisschen, klitzeklein, möcht ich wie St. Martin sein.“

Herzlichst, ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Glaube findet im Verborgenen statt (!?)

Bei der Vorbereitung der Andachten zur dunklen Jahreszeit kam mir dieser Gedanke… Glaube ist nicht mehr öffentlich, er ist zur Privatsache geworden. Über Glauben sprechen fällt vielen schwer. Auf die Frage, warum das so ist habe ich als prägendste Antwort empfunden: „Weil ich mich nicht bei anderen dafür rechtfertigen möchte, wenn ich zur Kirche gehe, bzw. der katholischen Kirche angehöre.“

Lässt sich Glaube verbergen? Leben nach dem Evangelium bedeutet doch, das wofür ich stehe auch sichtbar zu machen. Barmherzigkeit zu leben, Werke der Barmherzigkeit zu tun und zu sagen: Ich glaube an Jesus, seine Menschwerdung, seinen Tod und seine Auferstehung. Ist es nicht viel eher so, dass viele Menschen nach diesen Vorsätzen leben und gar nicht wissen, dass sie ihren Glauben öffentlich leben?

Ich kenne so viele Menschen, die barmherzig und gut leben und denen gar nicht bewusst ist, wie wertvoll und christlich sie zu ihren Mitmenschen sind.

Es ist die Mehrzahl in meinem Umfeld, die dann doch darüber sprechen, warum und was sie glauben, wie der Glaube und Hoffnung ihr Leben durchdringt.

Ich bin dankbar für die vielen besonderen Begegnungen in den letzten Monaten.

Glaube findet niemals im Verborgenen statt!

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger