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Wilkommen in der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft

Aktuelles

Hier finden sie die neuesten Bestimmungen und Schutzkonzepte zur Corona-Pandemie.

Impulse und Videos

Artikel zu Veranstaltungen, absolut lesenswert!

Bitte beachten!

Ab Montag, den 31. Januar bis Freitag, den 11. Februar

ist das Pfarrbüro nur montags und freitags von 10.00 bis 12.00 Uhr

und mittwochs von 16.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

 

Ab Montag, dem 14. Februar gelten wieder die normalen Öffnungszeiten.

Sternsingeraktion 2022

Ergebnis der Sternsingeraktion 2022

Die Sternsingeraktion wurde auch in diesem Jahr unter Coronabedingungen teilweise kontaktlos durchgeführt und brachte bisher ein Gesamtergebnis von rund 11.300 Euro ein. Es ist nicht möglich, dass Ergebnis nach Orten zu unterteilen, da auch viele Spenden im Pfarrhaus eingingen. Ein Dank an alle Beteiligten und alle Spenderinnen und Spender.

Gemeindereferentin Ursula Richter

Bitte beachten! Gültig ab 24. November 2021!


Es gilt die 3 G Regel

(geimpft – genesen – getestet und permanente Maskenpflicht

PoC-Antigen-Test (Schnelltest) oder PCR-Test [nicht älter als 24 Stunden]

kein Selbsttest – außer Jugendliche von 12-17 Jahre unter Aufsicht])

  1. Impfnachweis oder Test vorzeigen
  2. Kontaktdaten abgeben oder eintragen
  3. Platz einnehmen und Abstand halten
  • gesperrte Bankreihen freilassen

Rechtsgrundlage:

Coronabekämpfungsverordnung des Landes RLP und Schutzkonzept des Bistums Trier in der aktuellen Fassung

Impulse und Videos

Genervt

Mein Sohn kam heute nach der Schule nach Hause und hat sich erstmal so richtig ausgekotzt. Er war genervt: Die Busse, die nur sporadisch fahren und man nie genau weiß, wo sie halten, die Schulsituation – erst in Remagen, dann jetzt in Containern - sein Fuß, der ihm Beschwerden macht und noch die, für ihn rechtschreiblich nicht zu vertretenen Worte überall in der Stadt, das Neueste: „Ahrche“, gesehen auf einer Bank.

Was mich im Nachhinein wundert: Er hat mit keinem einzigen Wort erwähnt, dass ihn die Flut, der Schlamm oder die Arbeit danach nervt. Nein, ihn nervt das, was daraus entstanden ist. Die Resultate, die diese Nacht, nach über einem halben Jahr, hervorgebracht hat.

Und wenn ich darüber nachdenke, geht es mir ähnlich. Es sind so manche Kleinigkeiten, die am Meisten nerven: Dass der Müll oft länger als gewohnt nicht abgeholt wird (immer noch nicht), dass die Bahn in Remagen einem manchmal vor der Nase wegfährt und nicht wartet, dass immer wieder meine Einfahrt zugeparkt wird, dass der Glaskontainer überquillt…

Und mir fällt dabei auf, dass es gar nicht nervt, wenn ein Bagger irgendwo steht und die Weiterfahrt unmöglich macht, dass die gewohnten Geschäfte nicht da sind und ein Einkauf nicht möglich ist, dass man nicht einfach zum Essen gehen kann…nein, es sind die kleinen Dinge, die heute mehr anstrengen.

Ich glaube, Geduld hat viel damit zu tun, um was es geht. Dass ein Geschäft noch nicht wieder öffnen kann, leuchtet ein, aber warum fahren die Buslinien für die Schüler nicht einigermaßen zuverlässig, obwohl sich so viele mit der Planung beschäftigen?

Ein Bagger, der den Weg versperrt, hilft bei den Aufräumarbeiten und kann manchmal auf den Durchgangsverkehr keine Rücksicht nehmen, aber: Warum stehen die vollen Mülltonnen oft wochenlang auf der Straße, obwohl von verschiedenen Nachbarn angerufen wird?

Und jetzt muss ich mich selbst an der Nase packen: Warum kann ich Geduld zeigen, wenn ein Bagger meine Einfahrt versperrt, aber nicht, wenn es ein Auto ist?

Ist Geduld wirklich so abhängig von den Dingen, oder kann man das nicht doch ein bisschen üben?

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Dieses Jahr

Die Neujahrswünsche fielen dieses Jahr anders aus. Es wurde vor allem ein besseres Jahr als das letzte gewünscht. Wenn ich daran denke, dass wir nicht die einzigen sind, die von einer Katastrophe betroffen waren: Da war die Hurrikan Katastrophe in Amerika, die verheerenden Waldbrände in der Türkei, Vulkanausbrüche…man ist näher dran, wenn man so etwas selbst erlebt hat – näher an und bei den Menschen, wenigstens gedanklich, im Gebet.

Solidarität geht über die Grenzen der Familienbande und Freundschaften hinaus. Das haben wir alle erlebt. Solidarität hat einen neuen Stellenwert bei den Menschen unserer Heimat bekommen.

Dieses Jahr…danke für die Wünsche.

Dieses Jahr hoffe ich, dass die Dinge, die im letzten Jahr gut waren verstärkt und weitergeführt werden: Die Hilfsbereitschaft, die Gespräche auf der Straße, das Miteinander, das „nicht fragen wer du bist, sondern anpacken“, einfach das „füreinander da sein“.

Dieses Jahr hoffe ich, dass viele Menschen die in der Grafschaft oder anderswo untergekommen sind, wieder zurück in ihre Häuser können.

Dieses Jahr hoffe ich, dass die Erschöpfung der Menschen Erholung findet, damit sie positiv und gestärkt den Wiederaufbau weiterführen können.

Dieses Jahr hoffe ich, dass wir den Sommer genießen können, mit kleinen Festen und Grillabenden.

Dieses Jahr hoffe ich, dass unsere Jugend mal wieder Jugend sein darf. Mit Maibäumen und Martinsfesten, mit Schulstress (im positiven Sinn), der nicht geprägt ist von Inzidenzen, sondern von Lernpensum und Prüfungen.

Dieses Jahr hoffe ich, dass die Neujahrswünsche, die uns erreichten wahr werden.

 

Bleiben sie gesund, hoffnungsvoll, solidarisch und zuversichtlich!

 

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Erdung

In vielen Häusern werden die Stromleitungen und -kästen neu gelegt. Als ich meinem Sohn und dem Elektriker zuhörte fiel der Satz: „Und wo muss ich erden?“

Erdung… beim Stromverlegen ist es dieses gelb-gründe Kabel, das dafür sorgt, dass keine Überspannung entsteht. Es leitet in die Erde ab.

Erdung… Wie oft habe ich mir schon gedacht, dieser Mensch ist gut geerdet… ohne groß darüber nachzudenken. Ich fühle mich gut geerdet, wenn alles im Gleichgewicht ist, wenn es mir gut geht, ich ausgeglichen und entspannt bin.

Dabei bedeutet dieses Wort „Erdung“ aber, dass ich auch dann noch funktioniere, wenn ich eine Überspannung erlebe. Erdung…  wenn also der Blitz einschlägt, geht nicht gleich alles kaputt…vielleicht ein gutes Bild für die Funktionsfähigkeit in schwierigen Situationen. Man sollte in guten Zeiten für Erdung sorgen, damit Einschläge einen nicht komplett aus der Bahn werfen…

Doch: Wie schaffe ich mir gute Erdung?

Mich erdet meine Familie. Der Zusammenhalt, die gute Beziehung ist für mich Puffer in allen Lebenslagen. Mich erden meine Haustiere. Die Kuscheleinheiten nach Feierabend und die Fürsorge dieser kleinen Lebewesen entspannen mich. Mich erdet ein gutes Buch. Die Zeit dafür zu nehmen und in andere Welten eintauchen – Phantasie! Mich erdet ein Ausflug in die Natur….

…und es gibt noch viele Möglichkeiten.

Sorgen sie für sich! Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Sortiert

Die Frage ist doch oft: Wie bekomme ich alles sortiert? Die Arbeit, meine Familie, meine Freunde, tagsüber Büro, abends Aufbau am Haus, dann Haushalt, meine Tiere, Gespräche mit Menschen auf der Straße…wie bin ich überhaupt da? Habe ich genug Zeit, präsent zu sein, oder hänge ich mit den Gedanken dann schon im nächsten Termin, bei der nächsten Aufgabe. Wie bekomme ich alles sortiert?

Dazu fällt mir das Bild von Orgelpfeifen ein. Als wir im letzten Jahr die Orgel der Holzweiler Kirche für die Kirchenrenovierung abbauen und einlagern mussten, wurde uns die Bitte mitgegeben: lasst die Pfeifen bitte sortiert. Dabei war mit Sicherheit gemeint, die Sortierung des Abbaus so beizubehalten. Es stellte sich aber heraus, dass sich beim Verladen in den Transporter diese Sortierung auflösen musste. Es war ein bisschen wie „Tetris-spielen“ um sie sicher zu legen, damit sie unbeschadet ankommen Als sie dann vorsichtig in den dafür vorgesehenen Dachboden zur Einlagerung gebracht wurden hat sich auch diese Sortierung geändert. Je nach Platz wurden erst die Holzpfeifen, dann die größeren und am Schluss die kleineren Pfeifen platziert. Ich denke, die Fachleute, die diese Orgel wieder zusammenbauen werden die Sortierung, wie sie gehört wieder hinbekommen.

Wie bekomme ich meine Orgelpfeifen sortiert? Ich kann sie nach Tönen, Größen, Material sortieren. Aber kein Organist wird mit dieser Sortierung eine Melodie aus diesen Pfeifen bekommen. Orgelpfeifen haben verschiedene Größen und Töne und die Zusammenstellung ist nicht geradlinig. Aber sie hat System.

Genauso ist es im Leben – und eigentlich muss ich nur auf die Melodie hören, dann weiß ich, ob die Sortierung stimmt. Und wenn ich diese Melodie höre, kann ich auch ganz da sein.

In diesem Sinne: Hört auf eure eigene Lebensmelodie, denn ich glaube, mein Leben ist mit seinen verschiedenen Facetten doch schon ganz schön sortiert.

Herzliche Grüße, ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Jahresrückblick

Was ich im letzten Jahr gelernt habe

Es gab viele Jahresrückblicke und erst da fiel mir auf, dass ich vergessen habe, dass ein halbes Jahr 2021 keine Flut war. Die Erkenntnis kam mir so überraschend, es gab eine Zeit, wo alles noch normal war…

Ich habe letztes Jahr gelernt, wie wertvoll das Leben ist. Wieviel Angst man haben kann um die, die man liebt und um einen herum leben.

Ich habe gelernt, dass es egal ist, wer Hilfe braucht, ob man ihn kennt oder nicht, man hilft einfach. Aber auch: Hilfe annehmen zu müssen und zu dürfen.

Ich habe gelernt, dass es schwer ist, die intimsten Dinge der Menschen und Familienmitglieder wegzuwerfen, wie schwer es ist, Fremden Zugang zu diesen Dingen zu gewähren und loszulassen.

Ich habe gelernt, wie wichtig ein Gespräch auf der Straße sein kann oder ein kurzer Kaffee bei einer Nachbarin. Ich habe aber auch gelernt, dass ich diese Gespräche brauche, jemanden, der zuhört.

Ich habe gelernt, dass der Ort der Trauer, der Friedhof für mich, ein wichtiger Ort ist, aber nicht der erstrangige. Aber auch, dass dieser Ort von anderen Menschen Respekt erfährt.

Ich habe gelernt, dass nach wochenlanger körperlicher Arbeit der äußerliche Schmerz wichtig war um den innerlichen ertragen zu können. Ich habe aber auch gelernt, dass die Ursache der Schmerzen, die Wunden in Seele und Körper langsam heilen und dies auch müssen.

Ich habe gelernt, dass es Momente gibt wo die Uhr stehen bleibt, Momente, die alles verändern. Aber auch, dass die Uhren sich für andere weiterdrehen und das Leben weiter geht.

Ich habe gelernt, dass die Menschen grundsätzlich positiv denken, dass es Momente der Niedergeschlagenheit gibt und Momente der Freude.

Ich habe gelernt, dass Selbstverständlichkeiten keine sind. Aber auch, dass die kleinste Hilfe wichtig ist.

Ich habe gelernt, das Schöne mehr zu schätzen – auch in Zukunft.

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger