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Wilkommen in der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft

Aktuelles

Hier finden sie die neuesten Bestimmungen und Schutzkonzepte zur Corona-Pandemie.

Impulse und Videos

Artikel zu Veranstaltungen, absolut lesenswert!

Bischofswort anlässlich der Hochwasserkatastrophe

Wasser und Schlamm

Ich möchte ihnen heute, 13 Tage nach der Katastrophe keinen Impuls schreiben. Die Eindrücke in Ahrweiler werden die Menschen und auch mich langhaltig prägen. Ich selbst wohne in der Schützbahn und Ursula Richter auf dem Kanonenwall. Es geht uns gut, das mal vorweg! Die Wasser und Schlammmassen haben viel zerstört. Die Menschen arbeiten an der Beseitigung des Schlamms und Unrates ununterbrochen. Viele Helfer bieten selbstlos ihre Hilfe an. In vielen Häusern werden mit Presslufthammer die Wände freigelegt, Estrich und Boden herausgebrochen und mit Schubkarren auf die Straße gebracht. Es ist viel körperliche, schwere Arbeit zu leisten und wird geleistet! Jeder packt mit an. Die Nachbarschaft hilft sich gegenseitig, unterstützt, tröstet...

Ich gehe abends durch die Straßen und sehe, was alles geschafft wurde. Unser schönes Ahrweiler/Ahrtal ist momentan nicht mehr schön, es ist geschunden und leckt seine Wunden. Die Altstadt im Herzen Ahrweilers liegt abnds dunkel da - wie ausgestorben. Dennoch sind die Menschen hier, Aggregate laufen auf Hochtouren und versorgen mit Notstrom. Mittlerweile ist alles nur noch "Rohbau". Die am Schlimmsten betroffenen Häuser müssen abgerissen werden. Für die Betroffenen ein großer Schlag. Viele Häuser sind Lebenswerke...

Es gibt noch viel zu tun. Ich danke allen, die unterstützen - auch mit Kleinigkeiten! Ich denke da an die Messdiener und Küsterinnen, die Lebensmittel gespendet haben, die Kaffe nach Ahrweiler brachten, einkauften, kochten, einsprangen, wo es nötig war, an meine beiden Engel Gabi Hasenberg und Elisabeth Gebhard, die jeden Morgen etliche Kannen Kaffe noch vor Dienstzeit kochten, an Pastor Burg, der uns selbstlos unterstützt und Duschmöglichkeiten und Waschmaschine zur Verfügung stellt und nicht zuletzt an alle Helferinnen und Helfer, die im Einsatz waren und noch sind.

Durch viel Solidarität und gegenseitige Hilfe werden wir auch das schaffen, damit unser schönes Ahrtal wieder schön wird!

Herzlichst und dankbar ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Impulse und Videos

Sommer?

Ich erinnere mich gern an eine Situation, als meine Kinder noch ganz klein waren. Es war, wie zurzeit, ein verregneter Sommer. Meine Stimmung ging immer weiter nach unten: Ferien und so ein Wetter!  Trotzdem packte ich meine Kinder und ging mit ihnen nach draußen. Da setzt sich meine, damals vierjährige Tochter auf die Stufen einer Treppe, zieht sich die Schuhe aus und springt durch jede kleine Pfütze, die sie findet. Mein Sohn (damals 6) und die Kleine (2) machten es ihr nach. Dabei konnte ich dann natürlich nicht fehlen. Wir lachten und hatten unseren Spaß, bis wir total durchnässt waren.

Heute weiß ich: Es ist nicht die Situation, die die Stimmung macht, sondern die Einstellung.

Es grüßt sie herzlich aus den Pfützen des Tages, ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Öffnungen

Vieles war lange geschlossen. Wie sehr genieße ich das! Ein Museum besuchen, Essen gehen, Open air Musik zu hören. Das macht Laune. Erstaunlich, wie diszipliniert die Besucher solcher Veranstaltungen sind. Tests, Abstand, auf den Plätzen bleiben…jeder nimmt Rücksicht. Sitzt da im Nacken die Angst, dass wir es übertreiben – oder eher die Vernunft, keinen neuen Lockdown heraufzubeschwören?

Wahrscheinlich beides, danke an alle, die Rücksicht aufeinander nehmen! Danke an die Veranstalter für ihren Einsatz!

Es macht Laune!

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Darf ich das?

Es gibt eine App, die heißt: „Darf ich das?“ Dort gibt man den Ort ein und diese App sagt einem die aktuelle Inzidenz und was in diesem Bundesland, bzw. Kreis erlaubt ist oder nicht. Erstaunlich, dass wir so etwas brauchen – und ein bisschen erschreckend. Und dennoch: Auch wenn wir gerade ein geringes Infektionsgeschehen haben – Corona ist noch nicht vorbei. „Darf ich das?“ frage ich mich bei jeder Veranstaltung, die stattfinden soll. Das ist mühsam, anstrengend und aufwendig, aber es macht mir auch immer wieder bewusst, dass Selbstverständliches auch ganz schnell verloren gehen kann. Ich bin dankbar für alles, was geht. Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die Pläne ausarbeiten, damit ein Leben in Gemeinschaft wieder möglich gemacht werden kann. Und da mir dieses Leben in Gemeinschaft wertvoll ist, plane ich Veranstaltungen immer mit der Rückfrage: „Darf ich das?“ Haben sie Geduld! Wir sind schon einen guten Schritt weiter!

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Strahlen

Ist ihnen das auch mal aufgefallen? Es gibt Menschen, die strahlen. Sie brauchen gar nichts zu tun, aber wenn sie den Raum betreten wird es heller. Ich erinnere mich gen an die Zeit zurück, als meine Kinder noch klein und morgens früh schon wach wie ein Stehaufmännchen waren. Und sie kamen auf mich zugelaufen und strahlten. Sie freuten sich über den Morgen, wie über ein Geschenk. In der Pubertät verliert sich das… Morgenmuffel kennen wir alle – aber Strahlende Menschen auch! Sie haben ein Lächeln, dass man auch unter der Maske sieht und: Sie sind ansteckend.

Strahlen wir! Stecken wir andere an – plötzlich wird alles leichter!

Ich wünsche ihnen allen ein strahlendes Wochendende!

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

 

(Das Bild ist beim spirituellen Beichtgang der Firmung vor zwei Jahren in Karweiler entstanden. Es war ein strahlender Tag mit anschließend strahlenden Jugendlichen.)

Wir sind bereit!

Es freut mich immer wieder, neue Messdienerinnen und Messdiener in der Grafschaft in die Gemeinschaft der Ministranten aufzunehmen. „Wir sind bereit“, antworten sie mir bei der feierlichen Vorstellung in der Gemeinde. Sie sind bereit, einen wichtigen und wertvollen Dienst zu tun, in ihrer Freizeit und freiwillig. Obwohl Kindern in Schule und Freizeit viel abverlangt wird, gibt es immer noch einige, die Messdiener werden und sich nach der Erstkommunion zum Dienen bereiterklären. Danke für euren Dienst! Danke für eure Bereitschaft! Schön, dass es euch gibt!

Eure Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Kleine Freuden

Wir waren endlich wieder mal im Allgäu. Meine Tochter wollte nach der langen Autofahrt noch etwas die Beine vertreten und so sind wir abends noch spazieren gegangen und fanden zu unserer Freude noch Schumpen (allg. Jungkühe) auf der Weide. Da diese jungen Tiere sehr neugierig sind kamen sie unter lautem Gebimmel auch angelaufen. Sie wollten natürlich ihre Streicheleinheiten erhalten, die wir ihnen auch nicht verwehrt haben. Ich habe diesen späten Abend neben der Weide genossen. Und ich habe mich gefreut über die Begeisterung meiner Tochter für diese zutraulichen Tiere. Mir war es nicht bewusst, dass es für meine Kinder keine Selbstverständlichkeit ist, an jeder Ecke eine Herde Kühe zu sehen. Umgekehrt war es für mich nie selbstverständlich, Weinberge vor der Haustür vorzufinden.

Nichts ist selbstverständlich, das haben wir alle im letzten Jahr gelernt. Sich an den Dingen, die Spaß machen und direkt vor der Nase sind zu freuen, das sollte uns zur Selbstverständlichkeit werden. Für mich ist es ab sofort jeden Morgen der Blick aus dem Fenster zu den Weinbergen. Und im Heimaturlaub die Schumpen auf der Weide.

Viel Freude an den Selbstverständlichkeiten vor ihrer Haustür!

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Wer hätte das gedacht…

…dass wir einmal das, was wir für selbstverständlich halten nicht mehr in gewohnter Weise tun können.

Doch was mir am meisten fehlt ist, unbekümmert jemandem die Hand schütteln zu können oder in den Arm zu nehmen. Nachdenklich macht mich dabei, wie so ein Virus das öffentliche Leben lahmlegen kann und wir einigermaßen hilflos dagegen sind. Ich möchte die Entscheidungen nicht treffen müssen, welche die Regierung uns auferlegt. Viele Menschen fühlen sich von diesen Bestimmungen und Gesetzen unter Druck gesetzt, sehen dahinter Verschwörungstheorien und Machtspiele. Ich sehe allerdings die Menschen. Ich sehe heute noch das Sterben der Menschen in Italien vor über einem Jahr, die Angehörigen, die nicht Abschied nehmen durften und die einsamen Bestattungen. Ich sehe die erschreckende Situation noch heute in Indien. Und: Ich bin dankbar, dass wir einen Impfstoff haben, der solche Bilder verhindern kann. Ich habe noch Geduld. Die Beschränkungen sind lästig, existentiell bedrohlich, aber notwendig. Wir schaffen das!

Bleiben Sie gesund!

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger