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Wilkommen in der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft

Aktuelles

Hier finden sie die neuesten Bestimmungen und Schutzkonzepte zur Corona-Pandemie.

Impulse und Videos

Artikel zu Veranstaltungen, absolut lesenswert!

Das Pfarrbüro hat (derzeit) eine neue Telefonnummer:

 

0 26 41-91 74 75 0

 

Durch eine Vertragsänderung bei der Telekom wurde uns eine neue Telefonnummer mitgeteilt. Eventuell können wir die alte Nummer allerdings behalten. Bis zum Verteilen der Pfarrbriefe konnte dies leider nicht geklärt werden.

Sie erreichen uns deswegen unter oben genannter Nummer oder wieder der alten Nummer (02641-9139420)

Weiterhin sind wir auch über Email erreichbar.

Auf der Homepage bzw. im Septemberpfarrbrief werden wir sie informieren.

Fußwallfahrt 2022 - es sind noch Plätze frei!

In der Sommerzeit findet das Friedensgebet in Lantershofen nur freitags statt.

Impulse und Videos

Vertrauensverlust

Die Krise der Kirche in Deutschland, die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle, die dahinter verborgenen Fehltritte durch Vertuschung – niemand wundert sich über Austritte – eher wundert man sich, was einen noch an dieser Kirche festhalten lässt. Vertrauen verliert man viel schneller, als man es gewinnt. Und ist es einmal verloren – jeder weiß, wie schwer es ist, dieses wiederzuerlangen.

Da stellt sich doch die Frage: „Wo ist Gott?“, in einer Zeit der Kirchenkrise, der Entzweiung durch Kriege und immer heftiger werdenden Naturkatastrophen.

„Wenn dich ein Hungernder fragt: Wo ist Gott? – Dann gib ihm ein Brot und sage: Hier!“ Diese Worte hat Mahatma Gandhi geprägt. In einem Land voller Unterdrückung und Leid, Hunger und Not baut dieser Mann auf das Brot – und meint damit vielleicht genau das, was wir im Vaterunser beten: „Unser tägliches Brot gib uns heute“.

Unser tägliches Brot umfasst nicht nur das gebackene Brot, das den Hunger stillt, sondern alles, was wir an Grundbedürfnissen haben, Kleidung, Nahrung, Zuwendung, Liebe, Schutz…

Und stellen wir jetzt mal die Einsetzungsworte der Eucharistie von Jesus daneben: „Nehmet und esset alle davon…“ dann ist es doch genau das, was wir als tägliches Brot brauchen, was unsere Kirche ausmacht: Jesus Christus – seine Botschaft – seine Begleitung. Darauf vertraue ich, daran halte ich fest.

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Nähe suchen

Als ich heute Morgen aufwachte lag mein Kater eingekringelt auf meiner Handtasche, als würde er sie bewachen. Mir fiel ein, dass ich ihn irgendwann nachts ziemlich unflätig vom Bett geschupst habe, weil er unbedingt spielen wollte. Vielleicht wollte er auch nur meine Nähe. Er hat sich dann meine Tasche als Ersatz genommen. Wenn ich darüber nachdenke, ist er in dieser Beziehung sehr „menschlich“. Ich war nicht greifbar – oder wollte nicht, da sucht er sich einen Ersatz der ihn an mich erinnert. Ich ertappe ihn oft, dass er auf meinem Pullover, Jacke oder meiner Kuscheldecke liegt, wenn ich nach Hause komme. Ich mache es ähnlich: Ich habe Dinge und Bilder von Erinnerungen an Menschen, denen ich nicht jederzeit nahe sein kann. Nähe suchen ist ein Bedürfnis, dass jeder hat. Meine Katze ist da sehr aufdringlich – aber auch sehr bestimmt – und wenn es nicht geht, dann sucht er sich Erinnerungsstücke, die er „bewachen“ kann – menschlich!

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Pfingsten - Gaben

Die sieben Gaben des Heiligen Geistes in den vergangenen Monaten – bei den Menschen – bei mir:

Weisheit –Was wir gelernt haben: Wir wissen nicht alles – weder über die Pandemie, noch über die Ursache der Flutkatastrophe. Aber wir haben Lebenserfahrungen machen müssen. Vielleicht werden diese Erfahrungen unseren Mitmenschen und uns eines Tages als Weisheit dienen.

Einsicht – „Hinter die Dinge sehen“, die Welt verstehen. Mit dieser Gabe habe ich in den letzten Monaten meine Schwierigkeiten gehabt. Ich versuche, die Dinge so anzusehen, wie Gott sie ansieht und sehe trotzdem oft noch keinen Sinn an dem Leid.

Guter Rat – Es gab viel guten Rat in den letzten Monaten. Für mich blieb davon: Kommt der gute Rat aus dem Geist? Abwägen, beurteilen, folgern. Guter Rat waren die vielen Helfer, die ohne zu überlegen anpackten – Viel Geist in den vielen guten Taten.

Erkenntnis – Gott geht es bei dieser Gabe um die große Liebe zu den Menschen. „Gott sah, dass es gut war“ (Genesis 1,12.18.21.25). Es geht im Flutgebiet beim Wiederaufbau viel um Umweltschutz, um Achtung der Schöpfung. Ich habe in der Pandemie gelernt, dass sich der Schutz des Lebens, die Gefahr der Ansteckung oft nicht mit einem würdevollen Sterben im Beisein der Familie vereinbaren lässt. Achtung und Würde vs. Einsamkeit und Alleinsein.

Gottesfurcht – Respekt vor Gott und seiner Schöpfung. Achtsamkeit. Was habe ich aus der Gabe der Erkenntnis gelernt?

Frömmigkeit – Meine Verbundenheit zu Gott. Sie kann viel aushalten, denn Gott gibt nicht auf und ich habe erkannt: Ich auch nicht!

Doch ganz egal, wie ich die einzelnen Gaben für mich gedeutet habe: Ich habe in den letzten beiden Jahren viel Geist gespürt. In meinen Nächsten, in den Familien, bei den Helfern und bei völlig Fremden, die zu Freunden wurden.

Ich danke Gott für seinen Geist!

Wirke in uns!

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Glück- und Segenswünsche

Zu meinem 50. Geburtstag bekam ich viele Glückwünsche und einige davon waren verbunden mit dem Wunsch, Gottes reichen Segen für meinen weiteren Lebensweg zu erhalten. Ich darf sagen, ich blicke auf viele segensreiche Momente in meinem Leben zurück, nicht zuletzt die letzten Jahre, in denen ich als Gemeindereferentin Dienst tun darf.  Ein Segenswunsch den mir andere zusprechen ist für mich etwas ganz Besonderes. Als ich ein kleines Mädchen war verließ ich das Haus meiner Großmutter niemals, ohne dass sie mir mit Weihwasser ein Kreuz auf meine Stirn zeichnete.

Gesegnet sei dein Weg – komm gesund wieder.

Ich habe mir angewöhnt, in Glückwunschkarten diesen Segenswunsch mit aufzunehmen und zwar nicht nur bei Menschen, von denen ich weiß, dass sie Gott nahe sind, sondern gerade auch bei jenen, von denen ich weiß, dass Glaube ihnen fremd geworden ist. Bisher bin ich noch nie von jemandem darauf angesprochen worden.

Segenswünsche gehören zu unserem Leben. Aber ich muss gestehen, noch nie habe ich mir so wirklich Gedanken darüber gemacht, wie tiefgreifend ein Segenswunsch ist.

Ich wünsche dir Gottes reichen Segen - ein Wunsch, der einem sagt, du bist mir wichtig, ich möchte, dass dir Gutes widerfährt und du von Gott behütet wirst.

Ich wünsche dir Gottes reichen Segen – keine Floskel die man einfach so sagt, sondern ein bewusster Wunsch um Begleitung.

Ich wünsche dir Gottes reichen Segen – dass dir mit Gottes Hilfe vieles gelingt.

Ich wünsche dir Gottes reichen Segen – auch für das, was misslingt, dass du es Gott hinhalten kannst und nicht verzagst.

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Seelsorge

Ich habe als Kind mit diesem Begriff nichts anfangen können. Für mich waren Seelsorger Menschen, die sich um Trauernde und Kranke gekümmert haben. Doch wie sich alles entwickelt, hat sich auch dieses Wort für mich in seiner Bedeutung geändert. Seel -Sorge: Sich um die Seele sorgen, sich kümmern. Dazu gehört aber auch, seine eigene Befindlichkeit, seine eigene Seele im Blick zu haben. Auch ich als Seelsorger brauche Seelsorge. Manchmal kann ich mein eigener Seelsorger sein, nämlich dann, wenn ich merke, dass ich zu müde werde, unkonzentriert bin und sich Stress in mir breitmacht. Dann ist eine gute Eigenseelsorge zu erkennen, dass es zu viel ist und dann aber auch zu handeln und zurückzuschrauben.

Beispiele für eigene Seelsorge sind bei mir:

Einen Kaffee trinken mit einer Freundin. Keinen Kaffee-to-go, sondern so richtig mit hinsetzen und Zeit haben.

Eine Kuscheleinheit mit meiner liebesbedürftigen Katze – Seelsorge für mich.

Ein Spaziergang mit dem Ziel schöne Flecken zu entdecken und über die Narben des vergangenen Jahres hinwegsehen.

Ein Besuch in einer Kirche, in eine Bank sitzen und die Augen schließen – da sein vor Gott.

Ein Telefonat mit meinen Eltern – Austausch und Fürsorge für beide Seiten.

Ein Nachmittag mit meinen beiden kleinen Nichten. Denn Kinder entdecken die Welt nochmal neu für mich und freuen sich an Dingen, die für mich schon selbstverständlich geworden sind.

Aber auch: Besuch bei einem Seelsorger. Die Themen meines Lebens mit jemandem in den Blick nehmen, der sich mit mir um meine Seele kümmert.

Und zu guter Letzt: Alles Gott hinhalten – Vertrauen.

Ich wünsche ihnen viele Möglichkeiten für eigene Seelsorge. Sorgen sie für sich!

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger

Muttertag

Für mich ist Muttertag, wenn mich meine Tochter anruft und nach einem Rezept fragt. Sie sagt mir damit: Mama, bei dir schmeckt es so gut, ich vermisse das und möchte es versuchen so gut zu machen wie du.

Für mich ist Muttertag, wenn mein Sohn sich nach der Schule bei mir auskotzt. Wenn er mir von seinen Sorgen, von dem was ihn ärgert erzählt. Er sagt mir damit: Du bist Teil meines Lebens. Ich bin zwar ein pubertierender Teenager, aber ich weiß, was ich an dir habe.

Für mich ist Muttertag, wenn meine Kinder merken, wenn es mir nicht so gut geht und sie Arbeiten im Haushalt übernehmen um mich zu entlasten. Sie sagen mir damit: Wir nehmen dich wahr. Du bist keine Maschine und darfst auch mal krank sein.

Für mich ist Muttertag, wenn eins meiner Kinder mich anruft und mir von einem schönen Erlebnis, von einem Erfolg erzählt. Sie sagen mir damit: Schau, du hast es mir vorgelebt. Ich habe es geschafft. Danke dass du mir die Stange hältst.

Für mich ist Muttertag, wenn meine Kinder einen Rat von mir wollen. Sie sagen mir damit: Du hast Erfahrung. Ich brauche Dich. Ich schätze deinen Rat. Bitte hilf mir.

Für mich ist Muttertag am Muttertag. Denn schon Tage vorher überlegen die Kinder, was an diesem Tag geplant werden kann, womit sie mir eine Freude machen können. Sie zeigen mir damit, dass sie wohl wissen, was sie an mir haben, auch wenn sie es das Jahr über nicht so zeigen.

Ich könnte diese Beispiele jetzt auch auf meine Mutter anwenden: Ich bin dankbar, dass ich sie habe. Denn durch sie konnte ich erfahren was Mutter - Sein bedeutet und diese Werte an meine Kinder weitergeben.

Ihre Gemeindereferentin Sabine Dettinger